Apple Store Hamburg Alstertal Erfahrungsbericht

Die Jungs und Mädels haben es faustdick hinter den Ohren, das muss der Neid Ihnen lassen. Aber der Reihe nach...

Wenn es nach Google Treffern für "Home button defekt" geht sollte ich nicht allzu unglücklich sein, befinde ich mich doch (so man die englischen Treffer dazu zählt), in bester Millionengesellschaft. Jedenfalls reagiert der home button meines iPhone 4 schon seit geraumer Zeit nur sporadisch oder auch mal gar nicht mehr. Die Top 40 Tipps zur Behebung des Problems habe ich bereits probiert. Erfolglos. Es war an der Zeit in den Apple Store zu fahren, wo ich das Gerät (neudeutsch DER Gerät) vor etwa 1,5 Jahren gekauft habe. Dass ich dafür 1,5 Stunden Fahrtzeit brauchte kann man Apple erst einmal nicht anlasten.

Ich wurde sehr freundlich begrüsst und mein Name wurde in ein schickes iPad Termin app gehackt. Nur eine halbe Stunde Wartezeit bis zu meinem Termin. Apple ist toll. Media Markt wäre schon pleite wenn sie Termine für Beratungs- oder Verkaufsgespräche vergeben würden. Aber vielleicht wäre ich mit dem Zauberwort "kaufen" auch gleich dran gekommen. Sei's drum. Beim Italiener nebenan hatte ich einen der besten Cappucino ever.

Zurück im Store wurde ich von einem locker flockigen Mitarbeiter mit cosmopolitischer Ausstrahlung bedient. Ich erklärte ihm, dass mein home button mich zum Wahnsinn treibt. Sogleich bot der junge Mann mir an das iPhone gegen Bezahlung von 149€ auszutauschen. Da ich ja nicht mehr in der Garantie sei. Gut, das ist klar, wohl aber in der Gewährleistung, die bekanntlich 2 Jahre dauert. "Ja, aber wir reparieren nicht." "Gut, und nun?" Womit wir wieder bei den 149€ wären. 

Ich wollte aber keine 149€ für einen ganz offensichtlichen Serienfehler bezahlen. Also wurde mir nahe gelegt eine e-mail an den Apple Store zu schrieben. Ja, aber ich bin doch hier! Ich fing zugegebenermassen leicht an zu jammern. Aber man war gnadenlos. Eine e- mail her, und die wird an die Rechtsabteilung(????) weitergeleitet. Rechtsabteilung? Aber ich will doch (noch) keinen Streit, ich will nur, dass mein home button wieder geht. Dennoch, das sei nunmal der Weg.

Also zwei Stunden für nichts, nach Hause fahren, e-mail schreiben. Nach einer Woche keine Reaktion. E-mail nochmal abschicken. Zwei Tage später Anruf von Dörthe Bär, Apple Store Alstertal. Man könne das iPhone gegen Zahlung von....usw. Ich sagte, dass ich in der Gewährleistung sei und wünsche, dass man den home button repariert oder sonstwas. Nein, dazu müsse ich nachweisen, dass der home button von Anfang an defekt war. Waaa??? War er doch gar nicht, er ist nur saumässig verarbeitet. Dennoch - Ende der Diskussion, Auf Wiederhören.

Das war es. Natürlich muss ich nicht nachweisen, dass der home button von Anfang an defekt war und natürlich ist Apple, wie alle anderen Unternehmen, die ihren Sitz in Deutschland haben, verpflichtet der Gewährleistung nachzukommen. Tun sie aber nicht. Was relativ geschickt ist wenn man sich vorstellt, dass evtl. viele Kunden dann lieber nochmal 149€ für ein neues iPhone 4 hinblättern oder sich scheuen den Rechtsweg zu beschreiten. So spart man sich allerlei Reparaturen, Mitarbeiter, Logistik usw.

Aber mal ehrlich, es ist doch ein Armutszeugnis für Apple. Man muss feststellen, dass es, wie so oft, unterm Lack doch arg rottet.

Chelsea


Sie sah aus wie grad dem Chelsea Hotel entsprungen. Oder eben wie man sich so etwas vorstellt. Eine Mischung aus durchgeknallter Künstlerin, Diva und Hure. Und genau das strahlte sie auch aus. Man konnte sich gut vorstellen, dass sie Sid dabei beobachtet hat wie er Nancy abstach. Im Vorbeigehen natürlich und einen Scheiß darauf gebend.

Sie setzte sich in diesem Cafe an meinen Tisch. Wortlos ohne "ist hier noch frei". Das wäre auch lächerlich gewesen.

Sie: "Hi. Hier nimm." Sie reichte mir einen gefalteten Zettel. Ich fing an ihn auszupacken.
Sie: "Nein. Später." Ich steckte den Zettel weg.
Ich: "Ungewöhnlicher Einstieg."
Sie: "Wie immer."
Ich: "Wie ist Dein..."
Sie: "Du wirst mich jetzt nicht fragen wie ich heiße."
Ich: "Hatte ich vor."

Sie lachte. Dreckig. Lange. Übertrieben. Dann warf sie einen Geldschein auf den Tisch, nahm mich bei der Hand, führte mich ab. Sie wohnte nur zwei Straßen weiter und sie führte mich direkt in ihr Schlafzimmer. Dort stand ein Riesenbett. In dem Bett lag ein Kerl und schlief. Ich schaute sie irritiert und fragend an.

Sie: "Das ist schon OK."

Es war fast stockdunkel in ihrem Zimmer.

Ich: "Ich bin irritiert."
Sie: "Ich bin nackt."

Sie trieb es in ihrer gnadenlosen Chelsea Hotel Manier. Nahm sich was sie brauchte. Gab mir was ich brauchte. Stieß auf mich herab wie ein Tornado und wurde dann plötzlich williges Opfer des Infernos. Der Kerl neben uns murmelte manchmal etwas Unverständliches wenn er einen Tritt ab bekam. Er war mir ein Rätsel. Und er war mir scheißegal. Dann war es vorbei. Ich zog mich an, tastete mich aus ihrer Wohnung und stand auf der Straße. In der Dunkelheit. Überfahren. Aus ihrem Schlafzimmerfenster hörte ich, dass der Kerl jetzt offenbar wach war. Er fickte sie. Ich ging zurück ins Cafe, setzte mich wieder an meinen Tisch. Bestellte einen Espresso. Wartete. Legte den Zettel vor mich auf den Tisch. Wartete, quälte mich, noch ein bisschen, noch ein bisschen. Trank einen Schluck. Las.

"Bleib nicht zum Frühstück."